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BILDER UND INFORMATIONEN Berlin - Landeshauptstadt der Budesrepublik Deutschland
<<BILDERGALERIE>> <<INHALTSVERZEICHNIS>>
Erst im 13. Jahrhundert wurde aus der Fischersiedlung zwischen der Spree und Havel eine Handelsstadt. Mit 3,6 Millionen Einwohnern ist das im Jahre 1237 urkundlich erwähnte Berlin die größte, aber nicht die älteste Stadt. Die Einwohnerzahl von Berlin geht allmählich zurück, da die Bürger auf die ländlichen Ortschaften ziehen um den Stadtstress zu entfliehen. Berlin wurde unter dem preußischem König Friedrich I. im 17 Jahrhundert zur Residenzstadt ausgebaut. Ab 1871 war Berlin die Hauptstadt des deutschen Reichs sowie die größte Industriestadt des Kontinents. Mit Beendigung des zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 wurde Berlin durch die Besatzungsmächte USA, Großbritannien, Frankreich und der UDSSR in vier Sektoren aufgeteilt. Durch die Blockade der Westsektoren durch die UDSSR von 1948 bis 1949 konnte Berlin nur durch die westlichen Alliierten versorgt werden. Die Teilung der Stadt vertiefte sich. Dies hatte zur Folge das der Westteil in das demokratische Gesellschaftssystem und der Ostteil in das kommunistische Regime der UDSSR eingebunden wurde. Unterschiedliche Verwaltungen mit unterschiedlichen Währungen in einer geteilten Stadt waren die Folge. Am 17. Juni 1953 wurde durch die russische Armee ein Arbeiteraufstand im Zentrum Berlins gewaltsam niedergeschlagen. Durch die wirtschaftlichen Probleme in der DDR stiegen die Flüchtlingszahlen dramatisch an und somit wurde die offene Grenze in Berlin für die DDR-Regierung untragbar. Am 13. August 1961 wurde Berlin durch das SED-Regime hermetisch abgeriegelt und über Nacht wurden sämtliche Verkehrsverbindungen der beiden Stadthälften unterbrochen. Der Bau der Mauer begann. Bei Fluchtversuchen starben wahrscheinlich über 150 Menschen. Ein unklarer Beschluss durch die DDR-Führung am 9. November 1989 machte den Bürgern glauben, dass die Grenzen zwischen Ost- und Westberlin durchlässiger werden. Durch eine Pressekonferenz der SED verkündet Günter Schabowski um 18.53 Uhr an die Bürger der DDR: "Wir haben uns heute dazu entschlossen, eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR ermöglicht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen. Privatreisen ins Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen, Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen von der DDR zur BRD erfolgen. Nach meiner Kenntnis tritt das sofort in Kraft." Die Menschen in Ostberlin wollten diese unklare Verkündung ausprobieren und sammelten sich kurz nach 19 Uhr zu Tausenden an der Grenze von Ost zu West. Die Grenzer ohne Instruktionen von der DDR-Führung öffneten nach langem zögern die Schlagbäume mehr auf eigene Faust als auf Befehl. Deutschland kann es kaum fassen und reagiert mit Sondernachrichten und Sondersendungen im Fernsehen. Der kalte Krieg hatte nun mit dem Mauerfall ein Ende und die Wiedervereinigung hatte begonnen. Der Bundestag beschloss am 20. Juni 1991, dass die Regierung und das Parlament einen neuen Hauptsitz in Berlin bekommen soll. Der regierende Bürgermeister zog noch im gleichen Jahr vom Rathaus Schöneberg in das Berliner Rathaus „Rotes Rathaus“. Die Partnerstädte von Berlin sind Los Angeles (1967), Paris (1987), Madrid (1988), Istanbul (1988), Moskau (1990), Warschau (1991), Budapest (1991), Brüssel (1992), Jakarta (1993), Taschkent (1993), Mexiko-Stadt (1993), Peking (1994), Tokio (1994), Buenos Aires (1994), Prag (1995), Windhuk (2000) und London (2000). Projektbezogen wird mit Helsinki, Jerusalem, Johannesburg, Kopenhagen, Kuwait-Stadt, Schanghai, Seoul, Sofia, Sydney und Wien zusammengearbeitet. Sehenswürdigkeiten in Berlin: Alexanderplatz, Brandenburger Tor, Berliner Rathaus, Berliner Dom, Berliner Fernsehturm, Checkpoint Charlie, Kurfürstendamm, Kanzleramt, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Marienkirche, Neue Synagoge, Potsdamer Platz, Reichstag, Siegessäule.
Alexanderplatz: Der Marktplatz erhielt den Namen im Jahre 1805 zu Ehren des russischen Zaren Alexander I. Der Platz wurde als Exerzier- und Paradeplatz für die nahe liegenden Kasernen benutzt. Darüber hinaus wurden auf dem Platz die Viehmärkte abgehalten. Als 1882 die S-Bahn erbaut wurde; 1886 die zentrale Markthalle sowie von 1904 bis 1911 das Kaufhaus Tietz und 1913 die U-Bahn, entwickelte sich der Alexanderplatz, auch Alex genannt, zum wichtigsten Einkaufszentrum und Verkehrspunkt. Die Gestalt des Alexanderplatzes ist auf das Jahr 1960 zurückzuführen. Nach der Kriegszerstörung wurde der Platz um ein vielfaches vergrößert. Das Alexanderhaus und das Berolinahaus, welches im Jahre 1930 von Peter Behrens erbaut wurde, sind die einzigen Vorkriegsbauten. Für das typische DDR-Design steht der Brunnen der Völkerfreundschaft und die Weltzeituhr. Geplant ist eine komplette Umgestaltung des Platzes.
Kanzleramt: Nicht unweit vom Reichstag und vom Brandenburger Tor ist das Bundeskanzleramt, welches nach 4 Jahren Bauzeit im Jahre 2001 bezogen wurde. Dieser faszinierende Neubau mit hervorragendem Einblick in den Kanzlerkubus verschlang rund 460 Millionen Deutsche Mark (zirka 230 Millionen Euro) und wurde von den Berlinern Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank entworfen. Im obersten Stockwerk des Gebäudes ist die Wohnung des Regierungschefs bzw. der Regierungschefin. Für die Mitarbeiter sind 310 Büros in den beiden Seitenflügeln vorhanden. In der siebten Etage liegt das Büro des Kanzlers bzw. Kanzlerin und in der sechsten Etage des zentralen Blocks ist das Kabinettsaal.
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